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rockass-fanzine.com News

29.08.2010
Angesichts des Herbstwetters und der damit einsetztenden Depression ein kurzer Rückblick auf den Sommer: Das Pogues-Konzert vorm Schloß war ein absolut gelungenes Event. Die Vorbands boten einen perfekten Hintergrund für pils-gestütze Unterhaltungen mit zahllos erschienenen Bekannten und so war man gegen 20.00h promillemässig gut gerüstet, als die Hauptakteure des Abends die Bühne enterten. Gespannt waren alle natürlich auf den Zustand des Frontmannes Shane MacGowan, der aber den Abend (für seine Verhältnisse) geschmeidig durchgehalten hat. Lediglich bei 2 bis 3 Songs verzog sich der bekannteste Alkoholiker Irlands in eine vorbereitete Kemmenate, um kurz zu kotzen und ein paar Gin zu kippen, während seine Kollegen ein Instrumental oder einen Song aus der Shane-freien Bandphase zum Besten gaben. Trotz der Super-Stimmung an jenem Abend ist es aber schon traurig, wie ein innerlich ausgebombter Typ mit immensen Aufwand für eine Show wie diese zum Funktionieren gebracht werden muss.

Großes Lesevergnügen bereitete die Lektüre von "We never learn" von Eric Davidson. Wie an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt, hat der ehemalige Frontmann der New Bomb Turks seine langjährigen Erfahrungen on the road und als Record Collector jetzt zu einer Story des Garage Punk (Er nennt das Genre"Gunk Punk") zusammengefasst. Insgesamt hat das Werk einen ziemlich humorvollen Touch ohne albern zu sein. Eric führte viele Interviews mit den wichtigsten und einflußreichsten Charakteren, ohne das diese wie in "Please kill me" durcheinander gemixt, sondern am Stück abgedruckt werden. Zu nennen sind B. Childish, Tim Warren (und natürlich ein paar andere Figuren aus der Crypt-Meschpoke), Eddie Spaghetti, Blag Jesus, Long Gone John von Sympathy und viele mehr. Interessante Geschichten und Geschichtchen werden erzählt, z.B. die Story über das ominöse, nie erschienene Mummies-Album auf Crypt. Man fühlt sich zurückversetzt in das Forum Enger ca. 1994, als man mit den Mitgliedern der Vorband (Teengenerate) Zwergenweitwurf im Moshpit zu den NBT spielte. Herrlich! Natürlich hat jede gute Zeit irgendwann ihr Ende, am Beispiel der Muffs wird geschildert, wie manche Band von den Major-Labels im Rahmen des Hypes um White Stripes und Hives verheizt wurden. Im Übrigen gibt es ziemlich viel Jack White-Dissing von vielen Interviewten. Scheint wohl ein echter Sympath zu sein! Das Buch lässt sich auch ohne Englisch-Studium gut lesen und ist für 15,99€ bei Amazon zu haben. (350S. + free Download!) Ich hoffe, das Eric und vielleicht auch die NBT mal wieder hier rüberkommen können.

Im Herbst gibt es im Gleis 22/Münster wieder ein paar coole Shows für ältere Semester: Grant Hart, Drag the River und Fehlfarben sind fest gebucht, Rämouns kann man sich auch immer gut reinziehen.

Ich bin jetzt bei facebook. Mein Gruß gilt allen alten Säcken, die darüber auf meine Seite gestoßen sind. Keep on Rockin...

Zuletzt gekauft: Franz Flak - Soulpunk LP; Bärchen und die Milchbubies - Jung kaputt spart Altersheime 7"

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29.05.2010
Nach dem Black Lips Konzert wurde ein Mitarbeiter des Gleis-Konzertteams brutal überfallen. Wenige 100 m vom Club wurde er heimtückisch hinterrücks in den Unterschenkel getreten, was zu einer komplizierten Unterschenkelfraktur führte, die noch in der selben Nacht operiert werden musste. Die Beute: 70 Euro. Der Täter wird wahrscheinlich nie gefunden werden, obwohl Zeugen den Vorfall beobachtet haben. Raub mit gefährlicher Körperverletzung = 1 Jahr Knast. Es bleibt ein Kopfschütteln über die Vorrohung der Sitten und das miese Gefühl, dass ein brutales Arschloch weiter nachts durch Münster rennt.

Kurzer Rückblick auf die letzten Gleishows: Die Spider Babies boten ein lustlos runtergespieltes Set, hatte ich anders in Erinnerung. Der Sänger guckt immer so böse, der könnte auch in einer Oi-Band spielen. Bei der Vorband, den immer besser werdenden Pepstalkers war mehr los und auch bessere Stimmung. Wenige Tage später dann gab sich Joey Shithead und seine Jungspunde an der Rhythmusgruppe als D.o.A. die Ehre. Zunächst mag man denken, mmh, schon wieder so´ne Altherrentruppe, aber während des Gigs waren derartige Zweifel schnell verflogen. Man, ich wusste gar nicht mehr, wie viele Hits die in Petto haben. Als Zugabe gab es dann den Stomper "Full metal Jackoff" von der Platte mit Jello Biafra. Ziemlich geil war´s auch bei Heavy Trash. Obwohl keine 50 Leute am Start waren (Champions-League, gutes Wetter, Pfingsten), hatten J. ??•???Spencer und M. Varta-Ray allerbeste Spiellaune. Die, die da waren, hatten auf jeden Fall Spaß und auch ich verließ meinen Platz vor der Bühne nur, um mir alle Viertelstunde ein neues Bier zu holen, was angsichts der ausgedünnten Zuschauermassen erfreulich zügig gelang.

Zuletzt gekauft: Armchair Martian - Monsters always scream CD; Angelic Upstarts - Still from the heart CD

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17.05.2010
Noch mehr Live-News: Im Herbst sollen die Fehlfarben im Gleis 22 spielen, 30 Jahre nachdem sie erstmals in Münster, damals noch im alten Jovel an der Weseler Strasse, ein Gastspiel gaben. Als Vorband für die Pogues am 31.07. sind die Buzzcocks im Gespräch. Das wär ja mal was!

Zuletzt gekauft: Paul Weller - Wake up the Nation LP; Oasis - Definetly maybe DoLP; The Marty Robbins Files Vol. 5 LP

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07.05.2010
Brandneu ist es nicht mehr, erfreulich aber trotzdem, dass das Vainstream-Festival doch in Münster statt in Dortmund stattfindet (26.Juni am Hawerkamp). Topact für das Festival selbst sind NoFx, abends spielen dann auf einer Aftershow-Party Snapcase und Jello Biafra. Starten wird das Marathon Event mit einem Warm-up-Gig am Vorabend mit Agnostic Front. Tagsüber sind als interessante Bands noch Hot Water Music und Smoke Blow zu nennen. Dieses Konzept finde ich besser, als ein komplettes 2-Tage Festival wie im letzten Jahr aufzustellen. Ich hoffe auf gutes Wetter und freue mich darauf, zu guter Mucke einen ganzen Tag Bier zu trinken. Als ich vor 2 Jahren das letzte Mal da war, war ich zum offiziellen Live-Musik Ende um 22.00h auch schon ganz schön angeschossen. Diesmal muss ich aber zwischendurch mal ein Wasser nehmen, damit ich noch Sankt Jello noch huldigen kann!

Coole Gigs liegen noch in Kürze in MS - Rocktown an: Heavy Trash mit Jon Spencer, Black Lips, Murder by Death und Hipbone Slime spielen noch im Mai im Gleis. Wenn sie Shane MacGowan rechtzeitig aus der Themse ziehen, spielen The Pogues am 31. Juli in Münster vorm Schloß, was allerdings knapp 40 Ocken kosten soll.

Eric Davidson, Frontmann der noch gelegentlich aktiven New Bomb Turks, hat ein Buch geschrieben, das sich mit der 90s Garage-Punk-Szene befasst. Es hat den Titel „We never learn“, kommt Anfang Juni raus und ist z.B. über Amazon für 15,99€ erhältlich. Eine Lese-Tour ist für den Herbst geplant, dazu später hier mehr.

Die RecRiot-Abteilung ist ebenso wie die Review-Ecke aktualisiert. Record-Nerds galore!

Zuletzt gekauft: Bad Religion - How could Hell be any worse LP; Radio 4 - Gotham LP; Leatherface - Stormy Petrel LP; J. Cash - Ain´t no Grave LP; V.A. Keb Darge & Paul Weller present Lost and Found DoLP

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19.02.2010
Neue Reviews am Start: The Clash, Cute Lepers, Fehlfarben, Chad Price, Black Heart Procession.

Am Sonntag spielen neben Jon Snodgrass von Drag the River (Support) auch der Sänger von Lagwagon und der von No Use for a Name im Gleis und zwar wird ein Akustik-Set gegeben. Wie man mir steckte, droht wohl ein ausverkaufter Laden, also rechtzeitig da sein. Nachtrag: Die Show ist bereits ausverkauft!

Zuletzt sonst noch gekauft: Gray Matter - Food for thought LP, Take it back LP (Discord Re-issues mit Download)

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10.02.2010
Nicht nur, dass man den Frühling herbeisehnt, weil man den Scheiß-Schnee nicht mehr sehen kann, nein, auch das Konzertfrühjahr des Gleis 22 hält einige Highlights für den Liebhaber hochwertiger Rockmusik bereit. So hält der King of Power-Pop, Paul Collins, seines Zeichen ex-Frontman bei The Nerves und The Beat, Residenz im Musiktempel an der Hafenstrasse und wird dabei von niemand anderem begleitet als von den sagenhaften Yum-Yums. Und zwar am Samstag den 17.04. wenn ich mit der Familie ein Wochenende auf Langeoog gebucht habe! Toll!
Am Mitwoch den 05.05. kann ich hoffentlich, wenn die Spiderbabies spielen; die Truppe habe ich noch als hammerharte Garage-Punk-Truppe - die Prollvariante der New Bomb Turks sozusagen - aus den Neunzigern auf dem Zettel. Das spricht mich an! Im übrigen bin ich seit heute Mitglied beim glorreichen SC Preussen Münster. Wenn man sich die Formkurve meines Lieblingsvereins so anschaut, könnte man meinen Beitritt als antizyklische Reaktion bezeichnen.

Zuletzt gekauft: The Jam - Strangetown 7", News of the world 7"; Cabaret Voltaire - Silent Commando 7"

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28.01.2010
Jay Reatard, einer der Lieblings-Irren der Rockass-Redaktion, ist tot, Spiegel-online - Leser wussten´s schon länger. Anlässlich des traurigen Ereignisses stellt Holger Rockass ein Zeugnis seiner Begegnung mit dem jetzt Verblichenen unter "Riot-of- my-own"/Wie ich einmal... ins Netz. Ein interessantes Interview, bisher nicht veröffentlicht, ist unter www.ox-fanzine.de zu finden. Zitat: "Ich habe keine Angst mehr davor, alt zu werden."


Rockass #8 - Coverartist: Duniel Niehaus
Rockass #7 (Dez. 05) - Coverartist: Bernd Fischer
Rockass #6 (Feb. 05) - Coverartist: Berti
Rockass #5 (Aug. 04) - Coverartist: Marcus Schäfer
Rockass #4 (Nov. 03) - Coverartist: Duniel Niehaus
Rockass #3 (März 03) - Coverartist: Andreas Michalke