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rockass-fanzine.com News

31.12.2011
Zum Jahresabschluss gibt es doch noch ein Lebenszeichen vom Rockass-fanzine! Durch private Verwerfungen (Kinder, Hausbau etc) ist die Beschäftigung mit der Seite doch sträflich zu kurz gekommen, was sich 2012 natürlich wieder ändern soll. Geplant ist eine technische Umstellung, die das Aktualisieren leichter machen soll, näheres wird im 2. Quartal des nächsten Jahres passieren. Ich möchte endlich alle Interviews aus der Rockass-Historie hier zugänglich machen und vielleicht mal was Neues hinzufügen.

Schauen wir zurück auf das verflossene Jahr: Ein wirkliches Hammer-Album war für mich nicht dabei, ebenso wenig wie ein Mörder-Konzert. Okay, ich habe schon viel gesehen und gehört, da wird´s schwierig, neue Highlights zu setzten und viel war ich aus o.g. Zeitgründen auch nicht unterwegs. Vielleicht liegt es also einfach an mir. Ich habe mich noch nicht mal um eine Karte für Social D. bemüht, weil ich das neue Album so mau fand, das ist schon mal ein schlechtes Zeichen für die kulturelle Blüte in 2011.

Im Kurzprogramm durch die Shows des letzten halben Jahres: Sonny Vincent: Solide Leistung, leider wenig Leute da, etwas zu laut, dadurch klingen seine Songs alle ein wenig gleichförmig, weil er auch immer beim Tempo auf die Tube drückt. Das Vainstream war okay, ist immer ein cooles Happening in der Heimatstadt. Die Folk-Punk-Typen von Flogging Molly haben mich noch nie so überzeugen können, dass ich einen Tonträger von ihnen erwerben mochte, zum Biertrinken draußen sind sie aber immer gut geeignet. Bei Gaslight Anthem hat es eine Stunde geregnet, was der Stimmung etwas abträglich war, ebenso wie die Kreationismus-Bekenntnisse des Frontmannes, die ich immer noch nicht so ganz glauben kann. Dann Motörhead, die Universal-Rockmaschine, bei der nie was schief gehen kann, sorgte für einen würdigen Abschluss. Die Monsters im Gleis (Oktober) waren richtig gut in Form, es ist immer wieder eine Freude, positv-verrückte RnR´er wie den Beatman in Action zu sehen. Samiam im FZW füllten den Laden solide, das neue Album ist besser als das Letzte, kommt an die 90er Klassiker aber nicht ran. Backstage gab es Energy-Drinks mit Whisky, Pimmelphotos mit iphones und blödes Gelaber; schön, dass Männer in den Vierzigern ein Gespür für sinnvollen Zeitvertreib haben. Jason B. war während seine Frau hochschwanger und mit dem 2-jährigen Sohn alleine Zuhause war, 5 Wochen auf Tour. Gott, der Mann weiß gar nicht, was für ein Glück er hat. Die Revival-Tour, bei der einige Frontmänner aus der Punkszene Folkversionen ihres Liedgutes vortragen durften, war megavoll, was das Bierholen im Skaters-Palace zur Tortur machte, vor allem weil die Thekenkräfte dort mit dem Abfüllen der Getränke in ungespülte Pfandbecher aus Mangel an entsprechendem Talent überfordert waren. Tja, dort reicht schon der Besitz eines Skateboards als Qualifikation, um dort zu arbeiten. Musikalisch ging es fast 4 Stunden rund, was fast ´ne Nummer zu lang war. Trotzdem alles in allem ein netter Abend! Frank Turner begeisterte die ausverkaufte Sputnikhalle mit seinen rockigen Alternative-Balladen. Der Typ ist auf jeden Fall ein begnadeter Entertainer, Abnutzungserscheinungen sind trotz 1000+ Shows hintereinander nicht zu erkennen. So ganz will der Funke bei mir aber nicht überspringen, da er sich für meinen Geschmack zu sehr an 70er Jahre Mucker-Mucke orientiert; das Queen-Cover ist sicher kein Zufall. Aber er hat ein paar astreine Mitgröhl-Hits in petto, keine Frage. Ich sag nur: Rock´n´Roll! Nächsten Jahr: Wembley-Arena! Good clean Fun, auf den können sich BWL-Studenten und Punkrocker einigen. Denn Abschluss des Jahres machten M.O.T.O. am 29.12. im Gleis. Leider nur in abgespeckter Version: Paul Caparino und einer am Schlagzeug, da fehlte ein bisschen der Druck. Aber die Songs sind natürlich der Hammer, dazu kommt als Pluspunkt das sympathische Indie-Schlachtschiff P. C., das sich auch gerne mal selbst verarscht. Das findet man in unserem Genre ja leider auch selten! Ach, waren doch ein paar schöne Shows dabei!!
Cheers und rockin´ new Year

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